Rafael Nadal – Kevin Anderson US Open Finale 2017

Rafael Nadal – Kevin Anderson US Open Finale 2017

Rafael Nadal hat es wieder geschafft. Zum vierten Mal in seiner Karriere steht der Spanier im Finale der US Open. Obwohl Nadal auf dem Weg ins Endspiel auf keinen Top 25 Spieler getroffen ist, wurde der Weltranglistenerste im Halbfinale ordentlich herausgefordert. Denn dort wartete mit Juan Martin del Potro der Bezwinger von Roger Federer und Dominic Thiem. Im ersten Satz biss sich Nadal die Zähne an del Potro aus. Doch eine taktische Umstellung zu Beginn des zweiten Satzes, die auf vermehrte Angriffe auf die Vorhand des Argentiniers abzielte, führte Nadal letztendlich zum Sieg. Ein langsamer Start und starker Abschluss, dieses Muster hatte sich schon vorher einige Male im Turnier gezeigt. Auch gegen Taro Daniel in der zweiten Runde und Leonardo Mayer in der dritten Runde brauchte Nadal einige Zeit bis er ins Match fand, nur um dann zum Ende hin um so mehr zu überzeugen. Nadal schaffte mit dem Finaleinzug auch eine kleine Premiere. Denn noch nie in seiner Karriere hatte Nadal beide Endspiele bei den Hard Court Grand Slams in einem Jahr erreicht. Mit einem Sieg am Sonntag könnte Nadal dann auch seine überragende Saison 2017 krönen.

Kevin Anderson arbeitet sich ins Finale

Der Finaleinzug von Kevin Anderson ist definitiv eine enorme Überraschung. Sicherlich, die untere Hälfte hatte sich schnell geleert als die großen Namen wie Andy Murray, Marin Cilic und Alexander Zverev entweder nicht antraten oder früh verloren. Doch es ist beeindruckend wie der 31-jährige Südafrikaner die Chance seines Lebens nutzte. Anderson hat sich über das College auf die Profitour gespielt und seit seinem Debüt im Jahr 2008 stets gesteigert. Anderson fehlen noch die großen Erfolge auf der Tour, vor den US Open hatte Anderson auch nur ein Grand Slam Viertelfinale erreicht. Doch in den letzten beiden Matches überzeugte Anderson auf ganzer Linie. Bei seinen Siegen gegen Sam Querrey im Viertelfinale und Pablo Carreno-Busta im Halbfinale spielte Anderson besonders dann mutig und offensiv wenn er unter Druck stand. Anderson musste zum Jahresbeginn noch die Australian Open wegen Fußproblemen absagen. Danach dauerte es bis zum Sandplatzturnier in Barcelona bis Anderson seine Form fand. In den letzten Wochen jedoch überzeugte Anderson dann ähnlich wie im Jahr 2015 als er in die Top 10 einzog. In der US Open Vorbereitung erreichte Anderson das Finale von Washington und das Viertelfinale von Montreal. In beiden Fällen verlor er jeweils gegen Alexander Zverev. Doch hier – auf der ganz großen Bühne – schnitt Anderson besser ab als der junge Deutsche.

Andersons besondere Stärke ist bei einer Größe von 2,03 Meter nicht verwunderlich. Der Südafrikaner gehört zu den besten Aufschlägern auf der Tour. Doch auch in allen anderen Bereichen seines Spiels hat Anderson über die Jahre Fortschritte gemacht. Die Rückhand ist noch solider geworden, mit dem Return bekommt Anderson immer mehr Bälle zurück. Doch die Entscheidung über Sieg oder Niederlage fällt meistens auf der Vorhandseite, wo Anderson entweder enormen Druck ausüben kann oder zu raschen Fehlern neigt.

Auch bei Nadal hängt sehr viel von der Vorhand ab und genau hier hat sich der Spanier in den letzten Runden besonders stark gezeigt. Schon während des ganzen Turniers überzeugte Nadal beim Serve. Immer wieder befreite er sich in den letzten zwei Wochen mit dem Aufschlag aus engen Situationen. Die einzige Schwäche hier in New York zeigte sich beim Return, wo Nadal selbst gegen del Potro im Halbfinale oft zu passiv blieb.

Nadal ist der klare Favorit

Die Buchmacher sehen Nadal als klaren Favoriten. Das ist bei seinem Erfahrungsvorsprung natürlich kein Wunder. Immerhin stand Nadal schon in 23 Grand Slam Endspielen, auch im direkten Duell mit Anderson liegt Nadal vorne. Hier führt der 31-jährige mit 4:0. In keinem der vier Matches wurde Anderson abgeschossen. Doch bisher hat er auch nur einen Satz gegen Nadal gewonnen. Was muss Anderson also machen um dieses Mal bessere Aussichten auf den Erfolg zu haben? Anderson braucht einen besonders starken Aufschlagstag, muss hoffen dass Nadal seinen Rhythmus beim Return nicht findet. Außerdem darf Anderson auf der Rückhand nicht zu viel Risiko eingehen, muss sie eher zur Vorbereitung für die Vorhandangriffe nutzen. Es ist nicht davon auszugehen, dass Anderson abgeschossen wird. Vielleicht gewinnt er auch einen Satz. Trotzdem geht Nadal als klarer Favorit ins Finale der US Open.

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Thorsten Imbruchs

Ich schreibe seit inzwischen 10 Jahren über den deutschen und internationalen Fußball und das Thema Sportwetten. Ich habe mehrere Jahre für Wettanbieter gearbeitet, vor allem in der Spielanalyse und Quotenerstellung.

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