Pferdewetten

Nach dem Startschuss öffnen sich wie von Geisterhand die Tore, kurz darauf stürmt eine Horde Pferde los und es geht nur noch darum, wer als erster die Ziellinie erreicht. Irgendwie hat jeder schon einmal Pferdewetten gesehen, mindestens aber davon gehört. Kein Wunder, zählen Pferdewetten zu den umsatzstärksten Wetten auf der Welt!

Der Beliebtheitsgrad von Pferdewetten hat zwei ganz einfache Gründe. Der erste ist, dass jeder sofort versteht, worum es geht. Man setzt auf ein Pferd und auf eine Platzierung. Unabhängig davon, ob man viel vom Sport versteht oder nicht, kann jeder mit ein paar Euro extra in der Tasche einen Tipp platzieren.

Doch da gibt es auch noch die andere Seite der Pferdewetten. Nämlich die der echten Experten. Solche Typen wissen alles über das Pferd, den Jockey, die zurückliegenden Wettkämpfe und die Zielausrichtung der kommenden Rennen. Denn sehr erfolgreiche Jockey-Pferd-Duos wollen um die größten Titel streiten, weshalb sie kleinere Wettbewerbe als Generalproben nutzen. Dass da dann nicht die besten Platzierungen herausspringen, ist logisch. Und das Wissen darüber bringt denen einen Vorteil, die einen echten Einblick haben.

Sollten deshalb nur Experten ihre Tipps auf Pferdewetten abgeben? Keineswegs, denn auch Neulinge können relativ sichere Wetten abschließen, ohne Geld im bildlichen Sinne aus dem Fenster zu werfen. Das ist der große Vorteil von Pferdewetten: Es gibt viele Kniffe, die man aber schnell erlernen kann, sodass auch ein paar lukrative Gewinne möglich sind.

Natürlich will jeder den großen Gewinn abgreifen. Umso wichtiger ist es da zu verstehen, wie Pferdewetten en detail funktionieren. Setzt man immer nur auf den Sieger, oder gibt es auch typische Platzierungswetten, wie man sie aus dem Rennsport kennt? Oder auch: Was ist der Unterschied zwischen Galopp- und Trabrennen? Man sollte ganz nebenbei nicht vergessen, dass es sich bei Pferdewetten um eine der ältesten Wettarten der Welt handelt.

Tradition und Historie verleihen Pferdewetten ihren Charme und Charakter. Durch die lange Geschichte etablierten sich Begriffe, welche für Neulinge ein schier undurchdringbares Sammelsurium an Fachjargon bedeuten. Deshalb setzt dieser Artikel darauf, die grundsätzlichen Strukturen und Abläufe eines Pferderennens zu erklären, sodass jeder seine Tipps absetzen kann, ohne sich hinter Profis verstecken zu müssen.

Bevor es richtig losgeht, folgt ein kleiner Überblick der Begriffe, die man kennen sollte, wenn man sich mit Pferdewetten auseinandersetzt. Selbstverständlich ist eine kurze Erklärung angehängt.

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→ Mini-Glossar zu Pferdewetten

BezeichnungErklärung
JockeyReiter der Pferde
Sulkyein Gespann, das vom Pferd gezogen wird – kommt nur bei Trabrennen zum Einsatz
A-Bahnenauf A-Bahnen werden normalerweise die höchsten Preisgelder vergeben
B-Bahnenauf B-Bahnen sind die Preisgelder niedriger und es gibt weniger Renntage
Blacktype-Rennen (nur bei Galopp-Rennen)bei Blacktype-Rennen handelt es sich um Gruppen- und Listenrennen – das Pferd wird in schwarzen Buchstaben fett gedruckt hervorgehoben
Flat-Racing (nur bei Galopp-Rennen)einfachste Rennform, keine Hindernisse befinden sich auf der Laufbahn
Heat-Rennen (nur bei Trabrennen)mehrere Durchläufe finden statt, die ein Gesamtergebnis erhalten
Hindernisrennen (auch Steeplechase genannt)es handelt sich hierbei entweder um Jagd- oder Hürdenrennen – die Pferde müssen verschiedene Hindernisse bewältigen
Derbydas Derby ist die klassische Renndistanz – 1,5 Meilen bzw. 2,4 KM müssen zurückgelegt werden
Maidenübersetzt bedeutet dieses Wort soviel wie “jungfräulich” – bei diesen Wettkämpfen treten nur Pferde an, die noch an einem Rennen teilgenommen haben
NAPder NAP ist ein Expertentipp, oft unter der Rubrik “Tagestipp” zu finden – speziell für Anfänger zu empfehlen
Racecardeine Aufstellung der derzeitigen Form des Pferdes anhand einer übersichtlichen Statistik – eine genauere Erklärung dazu folgt weiter unten
TotalisatorQuote, die allein von den Tippern beeinflusst wird – ein Prozentsatz der Wetteinsätze wird an Pferdebesitzer und Züchter ausgeschüttet
Dead Heatauch Totes Rennen oder TR genannt – laufen zwei oder mehr Pferde ohne erkennbaren Vorteil ins Ziel, wird die Quote auf den halbierten Einsatz ausgezahlt

 

Wie funktionieren Pferdewetten?

Wer online Pferdewetten abschließt, der bleibt natürlich unberührt von der Atmosphäre vor Ort. Nichtsdestotrotz bieten die verschiedenen Buchmacher ansprechende Plattformen, auf denen man ein Gefühl für die Atmosphäre von Pferdewetten erhält. Die wichtigsten Punkte, die man bei der Abgabe von Pferdewetten beachten sollte, sind folgen aufgelistet.

→ Was bedeutet Offen, Gestartet und Endgültig?

Diese drei Begriffe beschreiben die Phasen, welche bei der Wettabgabe beachtet werden sollten. Es befindet sich generell neben der Auflistung der Wettkämpfe eine Statusanzeige, welche je nach Situation wechselt.

Wenn man eine Wette abgeben will, dann stehen dafür nur die Rennen zur Auswahl, die mit dem Begriff “Offen” oder auch “Open” versehen sind. Hier haben sich die Tore der Pferdeboxen noch nicht geöffnet, der Startschuss ist noch nicht erfolgt. Man kann in aller Ruhe noch einen Tipp abgeben kann.

Sobald das Rennen startet, die Boxen sich öffnen, wechselt der Status auf “Gestartet” oder auch “Started”. Keine Wetten können mehr abgegeben werden. Nur manche Anbieter lassen hier noch Einsätze zu, wenn man sich für Live-Wetten entschieden hat. Ein entsprechender Live-Stream sollte dann natürlich vorhanden sein.

Mit “Endgültig” oder “Final” sind die Rennen versehen, bei denen das Ergebnis durch einen Rennrichter bestätigt wurde. Grundsätzlich erfolgt die Zeiterfassung über eine Infrarot-Messung. Diese muss aber wie bei Leichtathletik-Wettkämpfen nochmals durch einen speziellen Schiedsrichter bestätigt werden.

→ Was ist eine Racecard?

Die meisten Wettanbieter halten für alle Teilnehmer bei Wettkämpfen eine Racecard bereit. Diese beinhaltet eine statistische Auflistung der Form des Pferdes. Teilweise sind diese Daten sogar durch Erfolge des Jockeys und des Trainerteams erweitert. Je ausführlicher die Racecard, desto genauer kann man Pferd und Jockey auf ihre Qualitäten analysieren.

Dabei muss man die Racecard aber auch lesen können. Diese besteht aus Buchstaben und Zahlen, die nach einem bestimmten System aneinandergereiht sind.

Um das System zu erläutern, dient folgende erfundene Racecard als Beispielvorlage. Sie trägt die Kennung: 458/0BU-3F2/015. Was bedeutet das nun? Auskunft gibt einem die dazugehörige Legende:

  • 1-9: diesen Rang hat das Pferd in den jeweiligen Rennen belegt
  • 0: das Pferd landete jenseits der Top Neun
  • P: Pulled Up (das Pferd hat das Rennen vorzeitig beendet)
  • R: Refusal (das Pferd wurde von der Jury abgelehnt)
  • F: Fall (das Pferd ist gestürzt)
  • B: Brought Down (Abwurf des Jockeys)
  • U: Unseated Ride (im Ziel ohne Jockey eingetroffen)
  • – : Jahreswechsel
  • / : Sessionwechsel

Für unser Beispiel bedeutet das also, dass das Pferd die erste Session dreimal mit Jockey erreichte und zwar auf den Plätzen 4, 5 und 8 (458/0BU-3F2/015). Nach Sessionwechsel erreicht das Pferd erst nur einen Platz jenseits der Top Neun, ehe es einmal den Jockey abgeworfen hat und zudem ohne Jockey im Ziel eingetroffen ist. Eine ziemlich gebrauchte Session also (458/0BU-3F2/015). Nach dem mit “-” gekennzeichneten Jahreswechsel wurde es aber besser, man landete auf Platz 3, dann stürzte im nächsten Rennen das Pferd, um im folgenden Rennen als 2. durchs Ziel zu gehen (458/0BU-3F2/015). Nach erneutem Sessionwechsel erreichte das Pferd nochmals nicht die Top Neun, um danach Platz 1 und Rang 5 zu erkämpfen (458/0BU-3F2/015).

Wer sich nun die Racecard der Starter mit diesem Wissen genau durchschaut, wird schnell die echten Favoriten erkennen. Eine gleichmäßig gute Platzbelegung ist deshalb immer ein sicherer Tipp, als wenn man auf eine eher durchwachsene Konstellation setzt, wie in unserem Beispiel gesehen.

→ Was ist der Unterschied zwischen Galopp- und Trabrennen?

Galopprennen sind die klassische Form der Pferdewetten. “Galopp” ist die schnellste Gangart bei Pferden. Daher werden diese Rennen auch grundsätzlich ohne Hindernisse ausgeführt, man nennt diese Wettkämpfe auch Flat-Rennen. Galopprennen sind am weitesten verbreitet in Europa, gleichzeitig sind diese Wettkämpfe auch immer wieder von Überraschungen geprägt. Da es ausschließlich auf Timing und volle Power ankommt, weniger auf Geschick, kann hier mehr oder weniger jeder gewinnen.

Trabrennen sind technischer, es kommt mehr auf das Zusammenspiel von Jockey und Pferd an. Meistens werden diese Rennen mit Hindernissen bestückt, wodurch auch Sprünge und dergleichen vorkommen. Es gibt aber auch die Ausprägung mit einem Sulky, wodurch das Rennen noch einmal eine weitere, für die Jockeys kompliziertere Komponente dazubekommt. Was alle Trabrennen gemein haben, ist die Gangart Trab, welche nicht verändert werden darf. Geht das Pferd aus dem Trab in den Galopp über, wird es disqualifiziert. Normalerweise werden Trabrennen mehrere Runden abgehalten. Das macht es für Pferd und Jockey schwieriger, da so dauerhaft ein und derselbe Laufstil beibehalten werden muss.

Sulkyrennen sind in Deutschland und Europa eher unpopulär. Vor allem in den USA und in Asien wird viel mit Sulky geritten, deshalb sind dort auch die Wettmöglichkeiten auf diese Wettkampfart deutlich stärker vertreten.

Welche Arten von Pferderennen gibt es?

Galopp- und Trabrennen, Sulky- und Hindernis-Wettkämpfe – ist das schon alles? Nein, natürlich nicht. Der Pferderennsport bietet unterschiedlichste Varianten von Rennen, auf die man setzen kann. Die wichtigsten sind ergänzend zu den bereits aufgezählten Rennarten folgend kurz erklärt:

  • Passrennen: Bei diesem Rennen ist nur die Laufart “Pass” erlaubt. Die Pferdebeine müssen dabei in einer Linie den Boden berühren. Nichtbefolgen führt zur Disqualifikation.
  • Töltrennen: Nur die Laufart “Tölt” ist erlaubt. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass es sich um ein Laufen ohne Schwebephase handelt. Die Rhythmik ist hier, selbstverständlich werden die Pferde disqualifiziert, wenn sie nicht sauber “tölten”.
  • Cross-Country: Wie es der Name schon durchscheinen lässt – es handelt sich um eine Art natürliches Hindernis-Rennen. Die Pferde müssen hier Flüsse durchlaufen, Hecken überspringen, etc.
  • Ausgleichsrennen: Das Teilnehmerfeld soll möglichst gleichmäßig aufgestellt werden. Aus diesem Grund werden starke Pferde mit Gewichten ausgestattet, sodass alle gleiche Chancen auf den Sieg besitzen.

Auf was kann man bei Pferderennen wetten?

Praktischerweise ist das Wett-Angebot bei Pferderennen immens. Dadurch sollte man sich als Einsteiger nicht abschrecken lassen, denn es gibt für jeden Interessenten eine passende Tippmöglichkeit. Welche Wettarten es gibt, ist folgend ausführlich aufgelistet.

→ die Siegwette

Ob Favorit oder Lieblingspferd – bei der Siegwette setzt man einfach einen bestimmten betrag auf den möglichen Sieger. Diese Wette ist für jeden sofort zu verstehen und braucht auch keine genauere Erläuterung. Gewinnt das Pferd, auf das man gesetzt hat, erhält man seinen Einsatz inklusive Quote zurück. Verliert das Pferd, ist auch der Einsatz verloren.

→ die Platzwette

Bei der Platzwette geht es nicht darum, dass man den richtigen Rang eines Pferdes tippt. Sondern man legt sich auf ein Pferd fest, bei dem man glaubt, dass es unter den Top Drei ins Ziel kommt. Liegt man richtig, erhält man seinen Einsatz inklusive Quote zurück. Die Quoten sind aufgrund der höheren Gewinnchance als bei der Siegwette etwas geringer.

→ der Platz-Zwilling

Diese Wettmöglichkeit baut auf der Platzwette auf. Man muss aber nicht nur ein Pferd richtig tippen, das unter die Top Drei kommen muss. Sondern sogar zwei Pferde. Dadurch ist die Quote höher als bei der Platzwette, da gleichzeitig natürlich auch das Risiko steigt. Unwichtig ist, welchen Platz unter den Top Drei die beiden getippten Pferde einnehmen. Hauptsache sie sind im Spitzenfeld dabei.

→ die Handicap-Wette

Die Handicap-Wette kennen manche eventuell von klassischen Sportwetten. Beispielsweise werden favorisierte Teams im Fußball mit einem Tor-Rückstand ins Duell mit unterklassigen Teams geschickt, wodurch die Quote steigt. Doch bei Pferderennen funktioniert die Handicap-Wette komplett anders. Sehr starke Pferde werden nämlich auf Grundlage ihrer Leistung in der Vorsaison für das neue Jahr mit Gewichten ausgestattet. Dadurch soll eine Chancengleichheit erzielt werden. Logischerweise steigen dabei auch die Quoten, da den überlegenen Pferden ein Handicap auferlegt wird. Bei Trabrennen starten die Pferde beispielsweise auch auf ungünstigeren Bahnen oder aus der zweiten Reihe, müssen somit eine größere Distanz zurücklegen.

→ die Finish-Wette

Die letzten drei Läufe eines Renntages werden mit dieser Wette getippt. Der Sinn dahinter ist denkbar einfach. Die Veranstalter wollen damit verhindern, dass man sich zu früh von den Rennen verabschiedet. Man muss hier die Sieger der letzten drei Rennen eines Renntages richtig tippen – dass dadurch ein relativ hoher Gewinn im Raum steht, ist offensichtlich. Gleichzeitig ist es aber auch sehr unwahrscheinlich, dreimal den richtigen Sieger in Serie zu tippen.

→ Ita & Trita

Diese beiden Wetten machen es möglich, dass man nicht auf den Sieger eines Rennens tippt, sondern auf Platz Zwei und Drei! Ita bezeichnet dabei Rang Zwei, mit Trita ist der dritte Rang gemeint.

→ die Outright-Wette

Bei Outright-Wetten setzt man auf das Endergebnis einer ganzen Wettkampfserie. Es handelt sich also um eine Art Langzeitwette. Schwierig ist es hier natürlich, einen kompletten Saisonverlauf vorauszuahnen. Deshalb sollten Outright-Wetten nicht von Anfängern gespielt werden. Ein Beispiel für eine Outright-Wette ist, welcher Jockey die meisten Siege innerhalb eines bestimmten Intervalls (einer Serie) holt.

→ die Kombiwetten:

  • Zweierwette – bei dieser Wette tippt man die Plätze 1 und 2. Dabei kommt es auch darauf an, dass man mit der Reihenfolge richtig liegt
  • Dreierwette – analog zur Zweierwette tippt man hier die ersten drei Plätze; es kommt ebenfalls auch auf die richtige Reihenfolge des Zieleinlaufs an
  • Viererwette – analog zur Zweier- und Dreierwette tippt man hier die ersten vier Pferde, inklusive der korrekten Reihenfolge bei Zieleinlauf
  • Win-Place-Show-Wette – bei dieser Kombinationswette tippt man dreimal auf dasselbe Pferd. Mit “Win” ist gemeint, dass das Pferd als Sieger das Rennen abschließt. Mit “Place” wird bezeichnet, dass das Pferd Platz 1 oder 2 einnehmen wird. Und “Show” benennt den erfolgreichen dritten Rang. Der Clou bei dieser Wette ist, dass man einen richtig hohen Gewinn abgreifen kann. Kommt das Pferd auf Rang 1 ins Ziel, gewinnen alle drei Einzelwetten Win-Place-Show. Die Quoten bzw. Einsätze werden also zusammengerechnet. Kommt das Pferd auf Platz Zwei ins Ziel, gewinnen immerhin noch Place und Show. Schafft das Pferd nur Rang Drei, bleibt immerhin noch der Gewinn aus der Show-Wette über
  • Each-Way-Wette – diese Wette ist ähnlich der Win-Place-Show-Systematik. Man setzt darauf, dass das Pferd entweder Rang und mindestens Rang Drei belegt. Sollte es also “nur” auf Platz 2 oder 3 ins Ziel kommen, bekommt man immer noch einen Gewinn ausgezahlt
  • Bankpferd – ist man sich sicher, dass ein bestimmtes Pferd garantiert auf Rang 1 ins Ziel kommt, kann dieses als Bankpferd verwendet werden. Auf einem Kombinationsschein wird das Pferd also als ein eben solches Bankpferd gekennzeichnet, wodurch sich die Quoten der anderen Pferde, die man tippt, erhöhen. Gelingt es jedoch dem Bankpferd nicht, auf Platz 1 zu laufen, ist der gesamte Einsatz verloren

Was sind Gruppen- und Listenrennen?

Wer sich durch die verschiedenen Wettkämpfe auf den Webseiten der Buchmacher klickt, der wird auch die Bezeichnung der Gruppen- und Listenrennen entdecken. Der Unterschied dieser Wettkämpfe ist schnell erklärt, es unterscheiden sich nämlich die Stärken der Teilnehmer.

Bei den Gruppenrennen kommen grundsätzlich die stärksten Starter zum Einsatz. So sind die Gruppen in drei Klassen aufgeteilt. Die typische Zählweise ist mit römischen Ziffern versehen, also I, II und III. Die Zuteilung in die Gruppen erfolgt nach folgendem Prinzip: Je nach Dotierung des Preisgeldes, der Tradition des Wettkampfes und der tatsächlichen Leistungsstärke der Starter werden die Pferde eingeteilt. Gruppe I ist dabei die Gruppe mit den erfolgreichsten Pferden, sozusagen die Königsgruppe.

Listenrennen stellen nun mehr oder weniger eine zusätzliche Gruppe IV dar. Denn sie stehen leistungs- und erfolgstechnisch unter denen von Gruppe I-III. Listenrennen dienen jungen Pferden als Sprungbrett, international auf sich aufmerksam zu machen. Eng mit den Listenrennen verbunden sind die bereits im Mini-Glossar erwähnten Blacktype-Rennen. Es geht den Züchtern nämlich darum, eine dieser fettgedruckten Nennungen in den Listenrennen zu erringen. Dadurch steigt der Wert des Pferdes und auch sein Ansehen enorm. Im Vorfeld einer Saison werden deshalb sehr viele Listenrennen abgehalten, die für viele unbekannte Pferde das Sprungbrett zu einer erfolgreichen Karriere darstellen.

Was ist ein Totes Rennen?

Ein totes Rennen kennt man aus der Leichtathletik. Wenn zwei Sprinter im selben Moment über die Ziellinie laufen, dann entscheidet das Fotofinish. Wenn nun aber zwei Kontrahenten bei Pferderennen tatsächlich im gleichen Moment über die Ziellinie laufen und kein erster Platz ermittelt werden kann, spricht man von einem Toten Rennen (engl. auch “dead heat” genannt).

Für die Quote bedeutet das, dass man nur die Hälfte des möglichen Gewinnes ausgezahlt bekommt. Vorausgesetzt, man hat einen der beiden Sieger getippt. Die Quote wird somit halbiert. Aber keine Sorge, ein Totes Rennen kommt sehr selten vor. Eigentlich hat immer ein Pferd einen deutlich erkennbaren Vorsprung.

Wie kommen die Quoten bei Pferderennen zustande?

Anders als bei bekannten Sportwetten gibt es bei Pferdewetten zwei verschiedene Quoten-Systeme. Entweder man tippt auf Quoten eines Buchmachers, welche dieser errechnet und die bereits Tage vor dem Wettkampf feststehen.

Der zweite Weg: Die Quoten errechnen sich nach dem sogenannten Totalisator-Prinzip. Das bedeutet, dass die Wetter untereinander wetten und kein Buchmacher als unabhängige, quotenmachende Instanz in Erscheinung tritt. Vorteil von Totalisator-Anbietern ist, dass man damit automatisch den Pferdesport unterstützt. Ein Prozentsatz der Einsätze wird nämlich an Züchter und Veranstalter ausgezahlt.

Wichtiger Unterschied zu klassischen Wettquoten von Buchmachern: Die Totalisator-Quoten stehen teilweise erst zum Start des Rennens fest! Es gibt zwar Quoten-Tendenzen, die man auch schon bei Totalisator-Wetten einsehen kann. Endgültig steht die Quote aber erst fest, wenn das Rennen startet. Das hat folgenden einfachen Grund: Da man nicht gegen einen Buchmacher antritt, sondern gegen alle Tipper, die sich für das Rennen interessieren, nimmt auch jeder Einsatz Einfluss auf die Quote. Dadurch kommt es je nach grundsätzlicher Stärke des Pferdes früh schon zu stark veränderlichen Quoten. Echte Favoriten bleiben aber meist relativ konstant bei einer klar erkennbaren Tendenz.

Totalisator-Wetten geben also eine Richtung bekannt, in welche sich eine Quote verändern könnte. Das kann sich am Wetttag noch bedeutend ändern, deshalb ist es bei diesem prinzip immer praktisch, wenn man sich im Genre auskennt. So kombinieren kluge Tipper die Racecards mit dem eigenen Eindruck der Tagesform und analysieren dazu, wie das Teilnehmer-Feld aussieht. Es gibt verschiedenste Tricks, wie man auf Fluktuation der Quoten reagieren kann. Kurz gesagt: Da man die Quoten der anderen Pferde beeinflussen kann, wird dies immer wieder auch versucht. Wer sich also auskennt, der kann richtig reagieren.

Welche Wettquoten gibt es bei Pferderennen?

Genug der Theorie – jetzt soll auch mal gesetzt werden! Aber welche Möglichkeiten hat man da? Auch hier ist die Antwort wieder einmal sehr umfangreich. Denn es gibt verschiedene Quoten-Arten, auf die man setzen kann. Alle haben ihre Vorzüge. Deshalb erklären wir sie folgend kurz und knapp:

  • Vorquote / Vortagesquote: Wie es der Name schon sagt, werden diese Quoten bereits einen Tag vor dem eigentlichen Wettkampf bekanntgegeben – sie können sich aber immer noch verändern.
  • Tagesquote: Ähnlich wie die Vorquote ist die Tagesquote bereits vor einem Wettkampf bekannt, meist am Morgen des Renntages. Auch hier kann sich die Quote bis zum Rennen noch verändern.
  • Startquote: Was auf den ersten Blick komisch aussieht, hat seinen Sinn. Zum Zeitpunkt der Tippabgabe auf die Startquote, ist diese Quote nicht bekannt. Die Buchmacher geben die Quote erst bei Start des Rennens bekannt – doch dann kann man nicht mehr setzen. Man tippt also “blind” auf eine Quote, bestenfalls auf einen Favoriten, dann sind die tatsächlichen nicht so überraschend.
  • Festkurswette: Diese Quote ist anders als seine Vorgänger nicht veränderlich. Im Name dieses Prinzips steckt ja schon, um was es sich handelt – einen festen Kurs.

Nun wird sich der ein oder andere Tipper fragen, wie man denn seine Wette abgeben soll. Wenn sich die meisten Quoten die ganze Zeit ändern, kann man sich ja nie sicher sein, welche Tendenz die richtige ist. Das ist durchaus korrekt, aber es gibt dafür ja auch entsprechende Expertentipps auf den Buchmacherseiten, auch als NAP bezeichnet.

Zudem sollte man sich auf die Eventualquote stürzen und diese immer im Blick behalten. Diese Quote bezieht sich auf die Siegwette und wird ständig neu berechnet. An ihr lassen sich die Tipps der anderen Wetter ablesen – dadurch bekommt man ein Gefühl dafür, welche Pferde die meisten Wetter als Favoriten sehen. Grundsätzlich gilt folgende Faustformel: Je geringer die Eventualquote, desto wahrscheinlicher sehen die anderen Tipper den Sieg des Pferdes!

Wie wird der Gewinn bei Pferderennen berechnet?

Es folgt nun ein Beispiel, wie sich die Gewinne aus den Quoten bei Pferderennen errechnen. Keine Sorge, das System ist sehr einfach. Geht man von einem Einsatz von 10 € aus, so ergibt sich bei einer Quote von 50:10 bei richtigem Tipp ein Gewinn von 50 €. Um den Reingewinn zu erhalten, muss man nur noch den getätigten Einsatz vom Gewinn abziehen. 50 € Gewinn – 10 € Einsatz ergibt einen Reingewinn von 40 €.

Was sind PMU-Rennen?

Wer sich nun intensiver mit dem Angebot der Pferderennen beschäftigt, der wird auch auf sogenannte PMU-Rennen stoßen. Was ist das eigentlich? Zuerst einmal zum Kürzel PMU: Es steht für Pari Mutuel Urbain – dabei handelt es sich um den Namen des führenden Anbieters für Pferdewetten in Europa.

PMU ist in den 30er Jahren in Frankreich gegründet worden und ermöglicht es, dass Wetten nicht nur über das Rennwett- und Lotteriegesetz abgegeben, sondern auch in Frankreich über den eigenen PMU-Kanal platziert werden können. Der Vorteil: Die Wettquoten sind stabiler, in den Augen der Wettgemeinde auch besser.

Dadurch, dass sowohl die Schweiz als auch Deutschland mit PMU kooperieren, bekommt man über PMU ein sehr breites Angebot an verschiedensten Pferderennen angeboten. Neben Galopp- und Trabrennen sind auch verschiedenste Hindernisläufe im Portfolio vorhanden.

Kann man eine Wette auf ein Rennen in einem anderen Land platzieren?

Ja, auf jeden Fall! Dennoch gilt es zu beachten, dass die Regeln für manche Wetten je nach Land modifiziert sind. Das bedeutet im Grunde folgendes: Beispielsweise kann die Zweier-Wette in Deutschland ab drei Wettkampfteilnehmern gespielt werden. In Italien ist diese Wette bei zwei bis fünf Startern möglich, in Frankreich bei drei bis sieben Teilnehmern. Die Dreierwette ist in Frankreich ab acht Startern möglich, in Deutschland ab drei Teilnehmern.

Diese Ausnahmen muss man sich zuvor auf den Webseiten der Anbieter genau durchlesen. Zumeist sind die Wettscheine aber an die Rennen in den jeweiligen Ländern ohnehin angepasst, sodass man keinen Tipp platzieren kann, der nach nationalem Regelwerk gar nicht möglich ist.

Wie gewinnt man bei Pferderennen?

Die wahrscheinlich wichtigste Frage steht ganz am Ende des Artikels. Warum? Ganz einfach: Man benötigt durchaus etwas Ahnung, ehe man seine erste Wette abgibt. Denn sonst ist innerhalb weniger Sekunden schon der erste Einsatz futsch. Wichtig ist, dass man sich mit dem Sport etwas genauer auseinandersetzt.

Das ist angesichts der Tatsache, dass sich Pferdesport für viele als Nischensport präsentiert, nicht so einfach. Denn im TV sieht man so gut wie keinen Pferdesport mehr, außer Dressur und Hindernislauf. Doch dafür gibt es Online Live-Streams! Viele Buchmacher bieten solche Live-Übertragungen an, bei denen man erste Kenntnisse sammeln kann. Außerdem: Die Live-Streams werden häufig kostenlos angeboten – man kann sich also ganz entspannt einen Eindruck machen und erste Fragen klären.

Wer echte Sicherheit bei der Abgabe der Tipps haben will, der muss Statistiken wälzen. Und zwar nicht nur über die Erfolge des Pferdes, sondern auch die des Jockeys. Denn es kommt immer darauf an, dass sich die Form der beiden Partner auch bestätigen soll. Der Jockey ist nicht bloße Begleiterscheinung, sein Anteil an Siegen und Niederlagen beträgt laut Experten mindestens 30 %. Das Zusammenspiel ist also elementar.

Auch ist es sinnvoll, die Favoriten genau zu beobachten. Trainiert das favorisierte Pferd derzeit für ein großes Turnier und Trainer sowie Jockey sehen die Events davor als Generalprobe? Dann können durchaus schlechtere Platzierungen als in den Top Drei herauskommen. Auch sind Verletzungen relevant, da Rennpferde davon meist immens zurückgeworfen werden.

Man sollte zudem die Finger von zu hohen Quoten lassen. Die sind zwar verlockend, da man einen fantastischen Gewinn abgreifen kann. Aber solche Quoten sind ja nicht umsonst so hoch. Vor allem am Anfang kommt es darauf an, das Risiko zu mindern und mehr oder minder sichere Wetten zu platzieren. Wer da nicht der typischen Fluktuation am Renntag unterliegen will, der setzt auf die feststehenden Quoten und schaut sich in aller Ruhe den dazugehörigen Live-Stream an.

Die wichtigsten Tipps für eine erste erfolgreiche Wette sind:

  • sich ausführlich einlesen
  • Festkurswette spielen
  • deutschsprachigen Anbieter wählen
  • Racecards studieren
  • Favoriten auswählen
  • Kontrahenten analysieren
  • Siegwette spielen
  • Gruppenrennen den Listenrennen vorziehen

Natürlich kann man auch ganz anders starten, beispielsweise gleich mit Kombiwetten loslegen oder auf Listenrennen setzen. Es handelt sich hier auch nur um Tipps, die selbstverständlich keine absolute Sicherheit garantieren. Man schaltet damit aber zumindest ein paar Risikofaktoren bereits im Vorfeld aus, um sich für die ersten Wetteinsätze auf das wirklich Wichtige konzentrieren zu können.

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